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Willkommen in der Käserei Presanella. Ich werde Sie auf diesem Rundgang begleiten, aber Sie können sich gerne umsehen, die Düfte genießen und, wenn Sie möchten, an einer beliebigen Stelle innehalten: Drücken Sie einfach auf „Pause“.
Fangen wir hier an, bei den Wurzeln. Alles, was Sie heute sehen, hat seinen Ursprung im Jahr 1976. Stellt euch diese Gegend damals vor: Eine Gruppe von Bauern aus diesen Bergen beschließt, eine Wette einzugehen. Anstatt jeder für sich allein zu arbeiten, entscheiden sie sich, ihre Kräfte zu bündeln. Sie gründen eine Sozialgenossenschaft.
Aber was ist eine Genossenschaft eigentlich? Sie ist nicht nur ein Unternehmen. Sie ist ein Bündnis. Sie basiert auf der Idee, dass die Arbeit des Einzelnen mehr wert ist, wenn sie mit anderen geteilt wird. Hier ist die Genossenschaft zur Hüterin der Landschaft und der Tradition geworden.
Aber wie war das vor 1976? Nun, früher gab es die „Caseifici turnari“. Es war ein faszinierendes, aber mühsames System: Jeder Mitglied brachte seine eigene Milch mit, und reihum war er an der Reihe, den Käse und alle an diesem Tag hergestellten Milchprodukte mit nach Hause zu nehmen: die
sogenannte „Caserada“. Es geschah eben „reihum“: Je nach der Menge der
abgegebenen Milch wurden dem Bauern im Laufe des Jahres eine bestimmte Anzahl
von Caserade zugeteilt.
Damals gab es in jedem kleinen Dorf eine kleine Käserei –
ein flächendeckendes Netz, das die Familien vor Ort versorgte. Doch in den 70er
Jahren veränderte sich die Welt rasant. Viele kleine Familienbetriebe, die
zuvor lediglich dem Eigenbedarf gedient hatten, mussten schließen. Viele
entschieden sich für andere Berufe und kehrten dem bäuerlichen Leben
vollständig den Rücken.
Plötzlich war es nicht mehr tragbar, in jedem einzelnen Dorf
eine Käserei zu betreiben, wenn niemand mehr da war, der die Milch anlieferte.
Deshalb haben die verbliebenen Bauern erkannt, dass ein gemeinsames „Zuhause“
nötig war, ein einziges Zentrum, das das Erbe all dieser kleinen Dörfer in sich
vereinen konnte.
Und damit war die Geschichte noch nicht zu Ende. Dass wir
heute hier sind, liegt daran, dass diese Familie weiter gewachsen ist. Seit
2025 haben wir uns mit der Käserei von Rumo zusammengeschlossen und sind heute
eine große Mannschaft von rund 70 Mitgliedern. Siebzig Familien, die jeden Tag
daran arbeiten, den Geschmack unserer Tradition auf Ihren Tisch zu bringen.
Unsere Mitglieder sind über den gesamten oberen Teil des Val di Sole verteilt:
vom Passo del Tonale bis nach Dimaro, dazu eine große Anzahl im Val di Pejo,
ein Mitglied im Val di Rabbi und eines in der Gemeinde Caldes, sowie aus Rumo,
Livo, Bresimo, Proves, Lauregno und Tregiovo.
Geh die Treppe hinauf und bieg links ab. Schau dir das Video auf dem großen
Bildschirm an, falls es läuft; andernfalls findest du es in Schritt 2 des
Leitfadens.